Aktuell
Intern
Reisen
Archiv
Kontakt
RRRRRRR
09.05.2023 bis 10.03.2024 (verlängert)
Personaggi | Persönlichkeiten.
Frauen gehen ihren Weg


Bilddarstellungen auf antiken griechischen Gefäßen zeigen uns Situationen des damaligen Alltags. Welche Geschichten erzählen sie uns? Vielleicht diese? Eine Gruppe junger Mädchen führt einen Dialog, der damit endet, dass sie ihren angestammten Ort auf antiken griechischen Gefäßen verlassen. Sie wol­len selbstbestimmt die Welt erkunden und entscheiden, wie sie leben wollen.

Mit der Sonderausstellung „Personaggi | Persönlich­keiten. Frauen gehen ihren Weg“ nehmen wir die Lebensumstände von Frauen in der griechischen Antike in den Blick. Im Mittelpunkt steht, nicht ohne Augen­zwinkern, die künstlerische Arbeit von Linde Burkhardt, die Sofia, Leandra, Ypapanti, Myrto und Fivi zum Leben erweckt und ihnen Persönlichkeit zugesteht. Diese jungen Frauen entsteigen dem Bild auf dem Gefäß, in welchem sie bisher gefangen waren. Aus einem zweidimensionalen wird ein dreidimensionales Geschehen. Was treibt diese jungen Frauen an, aus ihrem angestammten Bild, aus den ihnen zugedachten Lebensräumen und gesell­schaftlichen Rollenzuteilungen auszubrechen? Die Ausstellung wirft mit Hilfe der künstlerischen Interpretation einen Blick auf gesellschaftliche Normen und Rollen von Frauen, wie sie im klassischen Griechenland bestanden.



09.05.22023 bis 14.01.2024 (
verlängert)
„Ein gut Theil Eigenheit“ - Lebenswege
früher Archäologinnen

Parallel zur Ausstellung „Personaggi“ prä­sentieren wir „Ein gut Theil Eigenheit - Lebenswege früher Archäologinnen“ und werfen einen ganz anderen Blick auf die Rollen von Frauen, nämlich in der Wissen­schafts- tradition.
Von Anfang an wirkten Frauen an der deutschsprachigen archäologischen For­schung mit. Ihre Beiträge wurden durchaus wahrgenommen und geschätzt. Über die Jahrzehnte jedoch gerieten sie und ihre Forschungen in Vergessenheit. Die allgemeine Wahrnehmung ist: Archäologie ist männlich - sicher ist dieses Bild auch maßgeblich durch die Populärkultur geprägt. Im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen, deren Namen viele kennen, sind diese frühen Archäologinnen im Gedächtnis der Öffentlichkeit großenteils nicht mehr präsent. Die Ausstellung hat sich zum Ziel gesetzt, Archäologinnen und ihre Leistungen sichtbarer zu machen. Ihre Bedeutung soll nach außen getragen und einer breiteren Öffentlichkeit vermittelt werden. Die Frauen hatten damals u. a. eine Vorbildfunktion für heranwachsende Mädchen - auch daran kann diese Ausstellung anknüpfen.

Die Ausstellung ist ein Bestandteil des Forschungs- und Vermittlungsprojekts „AktArcha - Akteurinnen archäologischer Forschung zwischen Geistes- und Naturwissenschaften: im Feld, im Labor, am Schreibtisch“ (Universität der Bun­deswehr München, gefördert im BMBF Themenschwerpunkt „Frauen in Wissen­schaft, Forschung und Innovation: Leistungen und Potenziale sichtbar machen, Sichtbarkeit strukturell verankern“).