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"Ich komme wieder!"

vom 27. April 2022
bis zum 25. September 2022
im Museum August Kestner
in Hannover.


Die wunderschöne BES Ausstellung zieht weiter nach Kopenhagen, ohne dass sie gesehen wurde. Aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung war und ist ein Besuch
der Ausstellung leider nicht möglich. Sie können sie
aber im Internet besuchen:

https://bes-ausstellung.de


03.06. bis 19.09.2021
von Freitag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr

Das Tier und Wir.
Über ein widersprüchliches Verhältnis

Nie standen uns Haustiere näher, sei es als Begleiter im tristen (Corona-)Alltag oder als Gefährten in der Krise. Gleichzeitig kaufen die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher nach wie vor bevorzugt günstiges Fleisch für den täglichen Verzehr. Schweinefleisch ist weltweit am meisten nachgefragt, was zu einer industriellen Haltung und Schlachtung der Tiere führt. Wir leben hier mit einem Widerspruch, der offensichtlich wird, wenn man bedenkt, dass Schweine intelligente Tiere mit Sozialverhalten sind. Die Ambivalenz ist größer als je zuvor, neu ist sie aber nicht. In unterschiedlichen Facetten finden wir sie in unserer Kulturgeschichte wieder: Die Alten Ägypter mumifizierten Katzen und andere Tiere aus Verehrung. Die Römer ließen exotische Tiere bei Kämpfen grausam verenden, nicht ohne bisweilen Mitleid zu empfinden. Tierische, dem Menschen überlegene Fähigkeiten wie die Kraft des Löwen und die Sehkraft des Adlers wurden immer schon bewundert und lösen zugleich Ängste und Abwehr aber auch Verehrung aus. Die Tierschutzgesetzgebung in Deutschland hat ihre Wurzeln im menschenverachtenden „Dritten Reich". Die Ausstellung spürt den Widersprüchen und Ambivalenzen in der Kulturgeschichte nach und deckt sie auf an Objekten aus der Antike, dem Mittelalter und der Neuzeit. Ägyptische Reliefs, griechische Vasen, neuzeitliches Porzellan und moderne Medaillen belegen das heikle Verhältnis der Menschen zu ihren Mitgeschöpfen. Auch die Gegenwart wird in den Blick genommen: Wie sieht es mit unserer heutigen Ernährung aus oder mit der Nachfrage nach Pelz und Leder? Die Ausstellung liefert zahlreiche Denkanstöße zur komplizierten Mensch-Tier-Beziehung.