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2.Mai 2018, 18:00h
Antike & Gegenwart
Ordentliche Mitgliederversammlung



26.10.2017 - 19.08.2018
Beziehungskiste.
Über Kommunikation


Menschen sind soziale Wesen. Sie treten in Beziehung zueinander, teilen sich mit, tauschen Informationen, Gefühlsbezeugungen und vieles mehr aus. Zwischenmenschliche Kontakte bilden die Grundlage für die Organisation des Zusammenlebens. Ziel jeglicher Kommunikation ist die Verständigung mit Anderen, und doch sind Missverständnisse alltäglich.

Die Medien, mit denen Menschen kommunizieren, sind vielfältig. Sie variieren je nach Anlass und Absicht, aus der Perspektive der Mächtigen, aus religiösen Motiven, aufgrund der Anforderungen des Alltags. Die Ausstellung stellt einige der Kommunikationsmedien vor, die über Jahrtausende hinweg in unterschiedlichen Zivilisationen verwendet wurden. Die Sammlungen des Museums enthalten ein breites Spektrum von Exponaten zur Kommunikationsgeschichte: Objekte aus dem alten Ägypten, aus Griechenland und Rom, aus dem europäischen Mittelalter, dem Barock und dem 19. Jahrhundert bis zur Moderne zeugen von dem Bemühen, in Beziehung zu den Mitmenschen zu treten.




















Verlängert bis 24. Juni 2018:

O Isis und Osiris -
Ägyptens Mysterien und die Freimaurerei



Was fanden Anhänger der 1717 begründeten und somit bereits 300 Jahre bestehenden Freimaurerei am Alten Ägypten so faszinierend? Warum preist der Chorgesang „O Isis und Osiris" in Mozarts berühmtester, 1791 uraufgeführter Oper „Die Zauberflöte" ausgerechnet ägyptische Götter?

Auf die Spur führt Jean Terrassons 1731 veröffentlichter Roman über das Leben des ägyptischen Pharaos Sethos. Er schildert harte und abenteuerliche Prüfungen, deren Bestehen den Titelhelden zu einem guten und weisen Menschen machen. Ägyptens Mysterien werden dadurch als vorbildliche Bildung für das 18. Jahrhundert, die Zeit der Aufklärung, dargestellt.

Ob nun das Geheime an der frühen Freimaurerei als Aufklärung oder Alchemie, als Lust an der Sensation oder als Beherrschung der Leidenschaften verstanden wurde, Ägypten bot für die unterschiedlichen Richtungen der Freimaurerei stets eine Projektionsfläche. Toleranz, Humanität, Brüderlichkeit und Wohltätigkeit, denen sich die Freimaurer heutzutage verpflichtet fühlen, wurzeln auch in diesem, in den Logen der Aufklärung ausgetragenen Streit über ein mehr oder weniger authentisches Ägyptenbild.

Diesen „ägyptischen Wurzeln" auch unseres heutigen Zusammenlebens spürt die Ausstellung anhand von altägyptischen Originalobjekten des Museums sowie wertvollen Leihgaben aus Bibliotheken nach ... stets begleitet von Mozarts „Zauberflöte", nach neuesten Forschungsergebnissen eine Freimaurer-Oper!

Ausstellungskuratoren:
Dr. Florian Ebeling (Universität Heidelberg)
Dr. Christian E. Loeben (Museum August Kestner, Hannover)