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Sonderausstellung
16.05.2020 bis 24.01.2021
Prunk! August der Starke und das Porzellan

In die Regierungszeit des sächsischen Kurfürsten Friedrich August I. – genannt August der Starke - fällt die Erfindung des europäischen Porzellans. 1710 begann die Produktion in der Manufaktur in Meißen. Der sich 2020 zum 350. Male jährende Geburtstag von August dem Starken ist Anlass für das Museum August Kestner, den eigenen Bestand an Meißener Porzellan zu präsentieren. 

Der sächsische Kurfürst Friedrich August I. – genannt August der Starke – war nicht nur mit körperlicher Kraft ausgestattet, sondern auch stark im Auftritt. Als erstem Kurfürsten gelang ihm ein fulminanter Aufstieg zum König von Polen. Systematisch arbeitete er am Ausbau seiner Macht.

In seine Regierungszeit fällt die Erfindung des europäischen Porzellans. 1710 begann die Produktion in der Manufaktur in Meißen. Der sich 2020 zum 350. Male jährende Geburtstag von August dem Starken ist Anlass für das Museum August Kestner, den eigenen Bestand an Meißener Porzellan zu präsentieren. Thematisiert wird die besondere Affinität des Kurfürst-Königs zum Porzellan, der es geschickt für Zwecke der Repräsentation und Diplomatie einsetzte.










Sonderausstellung
16.05.2020 bis 27.09.2020

Die Freuden der Etrusker. Ein Dialog

Sieben moderne, in Nepal handgeknüpfte Teppiche stehen im Zentrum dieser Ausstellung. Originalobjekte etruskischen Kunstschaffens ergänzen und vertiefen die Themen der Teppichmotive. 

Die Teppiche sind nach Entwürfen der Künstlerin Linde Burkhardt entstanden, die sich intensiv mit dem Leben der Etrusker auseinandergesetzt hat. Die Bildmotive der Teppiche rezipieren verschiedene Aspekte des etruskischen Lebens: die Schrift und die Erkundung des Götterwillens sowie die gesellschaftlichen Strukturen, die sich im Gastmahl und musikalischen Vergnügungen äußern.

Die Kultur der Etrusker ist zwischen 800 und 50 v. Chr. in den heutigen italienischen Regionen Toskana, Umbrien und Latium nachweisbar. Nach der Eroberung dieser Gebiete durch die Römer und deren immer stärker werdende Einflussnahme (300 bis 90 v. Chr.) ging die etruskische Kultur in der des Römischen Reichs auf. Doch die Nachwirkungen von Alltag, Sitten und Kunst sind bis heute zu spüren.

Originalobjekte etruskischen Kunstschaffens ergänzen und vertiefen die Themen der Teppichmotive. August Kestner, dem das Museum einen Großteil seiner etruskischen Sammlung verdankt, entdeckte sein Interesse für die Etrusker bei Reisen. In Tarquinia hat er 1827 selbst Ausgrabungen durchgeführt. In Vulci verfolgte er ab 1828 die Entdeckungen Lucien Bonapartes mit großer Neugier und Begeisterung.
Die repräsentative Sammlung etruskischer Artefakte im Museum August Kestner ermöglicht durch ihr breites Spektrum ein nahezu lückenloses Bild etruskischen Kunsthandwerks. Es sind vor allem Gefäßkeramik, figürliche Bronze- und Terrakotta-Plastik sowie qualitätvolle geschnittene Steine.
Das Museum August Kestner ist nach dem Museo Archeologico Nazionale di Siena im Museumskomplex Santa Maria della Scala erst das zweite Museum, das alle sieben Teppiche eingebettet in einen kulturhistorischen Kontext präsentiert.



© Quelle:
Museum August Kestner
Etruskische Sammlung
aus dem Museum August Kestner
© Quelle:
Museum August Kestner
In Nepal handgeknüpfter Teppich
mit etruskischen Motiven
Sonderausstellung
25.06.2020 bis 27.09.2020

Für die Ewigkeit!
Altägyptische Steingefäße


Die Ausstellung zeigt Steingefäße, die durch ihre zeitlose Schönheit und meisterliche Verarbeitung bestechen. Sie umspannen den Zeitraum von der prädynastischen bis zur ptolemäisch-römischen Zeit Ägyptens (ca. 4000 v. Chr. - 300 n. Chr.). Sie waren Luxusgüter, die für die Bestattungen von Königen oder als exquisite Exportartikel bestimmt waren. Die frühesten Stücke sind über 6000 Jahre alt und wirken mit ihrer reduzierten Ästhetik trotzdem überraschend modern. Sie sind meist ornamentfrei und bezaubern durch ihr Spiel mit markant gemaserten und farblich herausragenden Materialien. Hartgesteine sind ausgesprochen schwer zu bearbeiten und verlangen vom Steinmetz hohe Sachkenntnis und Geduld. Die makellose Ausführung beweist eindrucksvoll, zu welch großer Meisterschaft die Künstler im Alten Ägypten mit einfachen Werkzeugen fähig waren. Das Spektrum der über 100 gezeigten Objekte reicht von großen, wuchtigen Werken über elegante Alabasterbecher bis hin zu filigranen Fläschchen - wunderschöne, nur selten zu sehende Stücke der eigenen Ägypten-Sammlung des Museums sowie hier aufbewahrte Dauerleihgaben. Ergänzt werden sie durch noch nie öffentlich gezeigte, außergewöhnliche Steingefäße der CHEPERI COLLECTION, einer norddeutschen Privatsammlung.