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August und Hermann Kestner
Antike & Gegenwart leistet einen finanziellen Beitrag zum Erhalt der beiden Grabmäler für August Kestner (1777 - 1853) in Rom und Hermann Kestner (1810 - 1890) in Hannover.

Cimitero acattolico, Rom
August Kestner lebte bis zu seinem Tod als Gesandter des hannoverschen und englischen Königs in Rom, wo er auch seine letzte Ruhestätte auf dem Cimitero acattolico in Rom bei der Cestius-Pyramide fand.
Sein Marmor-Grabmal wurde mit A&G-Mitteln 2005 und ein zweites Mal 2009 grundsaniert. Restauratoren haben darauf hingewiesen, dass der Marmor durch Witterungseinflüsse, besonders durch den sauren Regen, jedes Jahr bis zu einem Millimeter an der Oberfläche zerstört wird. Unter dem Säureeinfluss wird aus dem Marmor Gips, der wasserlöslich ist. Somit zerstört sich die Oberfläche unaufhaltsam. Ein hinzugezogener Steinrestaurator sah als einzige dauerhafte Lösung nur die Möglichkeit, das Marmorgrabmal komplett in ein Museum zu bringen und stattdessen eine detailgetreue Betonnachbildung herzustellen, was technisch mit den Möglichkeiten eines 3D-Scanns und -Drucks präzise möglich ist, aber hohe Kosten erfordert. Die hohen Kosten und die unklaren Eigentumsverhältnisse geben dieser Lösung keine Chance. Inzwischen hat A&G mit der römischen Friedhofsverwaltung Kontakt aufgenommen und beteiligt sich mit einem jährlichen Beitrag an den Erhaltungskosten.

Zur Geschichte des Friedhofs sind eine Reihe von Publikationen erschienen. Das Buch von Nicholas Stanley-Price ist inzwischen auch in einer deutschen Übersetzung erhältlich.

Solange die Stadt Rom vom Papst regiert wurde, d.h. bis zur Eroberung Roms durch die Truppen der italienischen Regierung im Jahre 1870, war für Nicht-Katholiken eine Beerdigung auf dem „geweihten Boden“ Roms verboten. Im Jahr 1716 wurde es zum ersten Mal Protestanten und anderen Nicht-Katholiken gestattet, Beerdigungen auf dem Gelände um die Pyramide des Caius Cestius, damals außerhalb Roms, durchzuführen. Im 18. und 19. Jahrhundert kamen verstärkt Ausländer nach Rom, die nicht katholischen Glaubens waren, vor allem Engländer und Deutsche, zahlreiche Schriftsteller, Maler, Bildhauer, Schauspieler und Archäologen.




















Engesoder Friedhof, Hannover
Anders ist es mit dem Grabmal Hermann Kestners, dem Neffen von August Kestner, auf dem Engesoder Friedhof in Hannover. Sein Grab ist von der Stadt Hannover zum Ehrengrab erklärt worden. Hier werden zur Zeit Erhaltungs- und Restaurierungsarbeiten ausgeführt. (Stand 09.2018)

A&G hat Kontakt zur Stadt aufgenommen und mit der Städtischen Denkmalpflege, der Friedhofsverwaltung sowie eines hannoverschen Steinrestaurierungs- unternnehmens Gespräche geführt. A&G sowie die Kestnersche Familienstiftung übernehmen je zur Hälfte einen Großteil der Kosten, den fehlenden Rest wird die Stadt Hannover dazugeben.
Fotos: Klaus Suckow